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Seit ihrer Koversion im Februar letzten Jahres werden Minh und seine Familie stΓ€ndig von ihrem Dorfvorsteher und den Nachbarn schikaniert und bedroht.
In einem Video, das vor Kurzem in Nordvietnam aufgenommen wurde, ist zu sehen, wie ein 60-jΓ€hriger Mann, der Dorfvorsteher, Minh*, einen etwa 20-jΓ€hrigen jungen Mann, anschreit und angreift. Sein Vergehen? Er ist zum Christentum konvertiert. Das erregt seit ΓΌber einem Monat die Wut der lokalen Animisten.
Minh ist Landwirt. Er gehΓΆrt zum Stamm der Hmong und lebt mit seiner Frau und seiner Tochter in einer sehr abgelegenen Gegend. Im Februar dieses Jahres nahmen Minh, seine Frau und seine Mutter, die in ihrem Haus lebt, Jesus in ihr Leben auf. Seit ihrer Konversion haben sie einen Frieden verspΓΌrt, den sie nie zuvor gekannt hatten. Minh hat seine Spiel- und Alkoholsucht aufgegeben und alle drei nehmen regelmΓ€Γig am Bibelstudium und an den wΓΆchentlichen Gottesdiensten in einer lokalen Kirche teil. Minh hatte sogar den Wunsch, seinen Nachbarn das Evangelium weiterzugeben. Doch bevor er dies tun konnte, erfuhr der Dorfvorsteher von der Konversion der Familie und eilte zu ihnen. Er drohte ihnen: Wenn sie sich nicht von ihrem neuen Glauben abkehren wΓΌrden, wΓΌrde er die Dorfbewohner rufen, um sie aus dem Dorf zu vertreiben, Strom und Wasser abstellen, die Zahlung von Sozialleistungen einstellen und Minhs Kind verbieten, die Dorfschule zu besuchen: Β»Ihr werdet keinen Ort mehr haben, an dem ihr leben kΓΆnnt. Passt auf, sonst werdet ihr obdachlosΒ«, warnt der Dorfvorsteher in dem Video. Minh antwortete ihm (nicht im Video):
Β»Als ich mich bekehrt habe, hat sich mein Leben verΓ€ndert und jetzt leben wir in Frieden. Das Gesetz verbietet es auch nicht, warum verbieten Sie uns also, Jesus Christus nachzufolgen?Β«
Das machte den Dorfvorsteher noch wΓΌtender, woraufhin er Minh schlug.
Die Hmong sind Animisten. Sie glauben, dass jedes belebte oder unbelebte Objekt eine Seele oder einen Geist hat, der fΓΌr das Wohlbefinden und die Gesundheit des Einzelnen von groΓer Bedeutung ist. Sie glauben, dass jemand, der diesem Glauben den RΓΌcken kehrt, die Geister erzΓΌrnen kann. UnglΓΌck oder Krankheit kommen dann ΓΌber ihn, seine Familie oder die Gemeinschaft. Als Minh und seine Familie Christen wurden, wurde der Dorfvorsteher deshalb wΓΌtend, weil er befΓΌrchtete, dass seiner Dorfgemeinschaft etwas Schlimmes zustoΓen kΓΆnnte.
Derzeit leben Minh und seine Familie noch im Dorf, werden aber stΓ€ndig vom Vorsteher und den Dorfbewohnern schikaniert und bedroht.
* Name geΓ€ndert