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Als Trinh* gemeinsam mit ihrem Mann und ihren Kindern Christin wurde, schien zunΓ€chst alles gut zu laufen. Doch der Druck aus der Familie hinterlieΓ tiefe Spuren β und zerriss Trinhs Familie schlieΓlich.
Trinh stammt aus einer ethnischen Minderheitengruppe β dem H're-Stamm β in einer abgelegenen Region Vietnams. Sie lernte Jesus durch den Dienst von Pastor Dong* kennen, einem anderen Mitglied des H're-Stammes, der mit Leidenschaft die Liebe Gottes und die Botschaft der ErlΓΆsung mit seiner Gemeinschaft teilt.
Kurz nachdem Trinh Christin geworden war, heiratete sie Manh* und machte ihn und ihre Kinder nach und nach mit Jesus Christus bekannt. Mit der UnterstΓΌtzung von Pastor Dong ist die Familie im Glauben gewachsen.
Manhs Eltern und die ΓΆrtlichen BehΓΆrden begannen jedoch, die Familie zu verdΓ€chtigen, die Traditionen verlassen zu haben.
Manh stammt aus einer Familie von RevolutionΓ€ren β seine Vorfahren trugen dazu bei, den Krieg gegen die USA zu gewinnen und Vietnam 1975 zu vereinen, ein Sieg, der jedes Jahr im April gefeiert wird. RevolutionΓ€rsfamilien erhalten hΓ€ufig staatliche ZuschΓΌsse, darunter auch die Befreiung von SchulgebΓΌhren fΓΌr ihre Kinder.
Als die ΓΆrtlichen BehΓΆrden mit Sicherheit beweisen konnten, dass Trinh und Manh tatsΓ€chlich Christen geworden waren, drohten sie Manhs Eltern: Β»Wenn die Familie eures Sohnes weiterhin an Gott glaubt, wird sie ihre Subventionen verlieren. Die Enkelkinder werden nicht mehr vom kostenlosen Schulbesuch profitieren und es wird schwierig fΓΌr sie, eine Arbeit zu finden.Β«
Leider nahm Manh diese Drohung ernst und wandte sich von seinem Glauben an Jesus ab.
Im MΓ€rz letzten Jahres eskalierte die Situation. Manh griff Trinh tΓ€tlich an und zwang sie, das Haus zu verlassen.
Β»Wenn du dich von Gott abwendest, kannst du bleiben. Wenn nicht, dann gehΒ«
sagte er zu ihr. Entschlossen in ihrem Glauben, ging Trinh mit ihren beiden Kindern fort, ohne zu wissen, wohin sie gehen sollte. Von diesem Tag an brach Manh jeden Kontakt zu seiner Frau und seinen Kindern ab.
Als Pastor Dong von Trinhs Situation erfuhr, eilte er mit anderen Gemeindemitgliedern zu ihr, um fΓΌr sie zu beten und ihr Hilfe anzubieten.
Ein Mann aus der Region, dessen GroΓmutter erst kΓΌrzlich verstorben war, war von Trinhs schwieriger Situation berΓΌhrt und bot ihr das Haus ihrer GroΓmutter als vorΓΌbergehende Unterkunft an. Zu dem Haus gehΓΆrte auch ein kleines StΓΌck Land, das Trinh bewirtschaften konnte, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Pastor Dong und die Kirche arbeiteten hart, um das Haus zu reinigen und wieder bewohnbar zu machen.
Die ΓΆrtliche Kirche unterstΓΌtzte Trinhs Familie mit HilfsgΓΌtern wie Lebensmitteln, Decken und Kleidung und ΓΌbernahm die Kosten fΓΌr den Schulbesuch der Kinder.
Trotz allem, was sie erlebt hat, hΓ€lt Trinh an Jesus fest und arbeitet unermΓΌdlich weiter, um ihre Familie zu versorgen, wobei ihre Kinder sie mit Gelegenheitsarbeiten unterstΓΌtzen. Ihre Γ€lteste Tochter ist fest entschlossen, die Sekundarschule abzuschlieΓen, und gemeinsam begegnen sie jeder Herausforderung mit unerschΓΌtterlichem Glauben und Widerstandskraft.
* Namen aus SicherheitsgrΓΌnden geΓ€ndert.