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Als Jorina, die aus einem muslimischen Umfeld stammt, Christin wurde, erlebte sie Γbergriffe und Mobbing. Heute leitet sie eine Hausgemeinde und bildet die zukΓΌnftige Generation von Nachfolgern Jesu aus.
Jorina ist im Norden von Bangladesch in einer muslimischen Familie aufgewachsen. Sie ist mit einem Muslim verheiratet, hat zwei Kinder und merkt, dass ihr Mann manchmal von einem Fremden besucht wird, der mit ihm ΓΌber Jesus spricht. Sie ist fasziniert, aber in ihrer Kultur ist es einer Frau nicht erlaubt, mit einem Fremden zu sprechen. Ihr Mann erlaubt ihr schlieΓlich, an diesen Besuchen teilzunehmen.
Zu ihrer groΓen Γberraschung beruft sich der Fremde auf den Koran, um ΓΌber Jesus zu sprechen. Β»Er zitierte aus dem Koran, und mein Mann und ich konnten diese Verse in unserem eigenen Koran wiederfindenΒ«, erinnert sie sich. SchlieΓlich schenkte ihnen der Fremde ein Kitab-al-Muqaddas β eine Heilige Bibel!Β»Als Muslime mΓΌssen wir uns an die drei heiligen BΓΌcher halten: InjilΒ (das Evangelium), Tawrat (die Thora) und Zabur (die Psalmen). Also haben wir uns gefragt: βΊWarum halten wir uns nur an den Koran?βΉ Zumal der Koran verkΓΌndet: βΊSolange Tawrat, Zabur und Injil nicht etabliert sind, habt ihr keinen Wert.βΉΒ«
Zwei Jahre setzen sich Jorina und ihr Mann mit diesen Erkenntnissen auseinander, bis sie sich schlieΓlich taufen lassen. Sie sind ΓΌberglΓΌcklich und beschlieΓen, diese Nachricht mit ihrem Umfeld zu teilen. Sie werden jedoch von allen abgelehnt. Die Mutter ihres Mannes stirbt und die Familie verliert ihr Erbe an den Onkel, der Muslim geblieben ist. Jorinas Familie darf nicht einmal an der Beerdigung teilnehmen. Β»In all unseren Generationen seid ihr die Einzigen, die den Ruf der Familie in
den Augen der Gesellschaft ruinieren, indem ihr Christen werdetΒ«, wird ihnen gesagt.
Ihre Kinder werden in der Schule gemobbt. Ihnen wird gesagt, dass sie keine Religion haben und nicht in den Himmel kommen kΓΆnnen, da sie Christen sind. Es wird ihnen sogar gedroht, sie bei lebendigem Leib zu verbrennen. Gleichzeitig schneidet das Dorf der Familie den Zugang zu sauberem Trinkwasser ab.
Das Schlimmste geschieht jedoch bei einem Treffen zwischen Jorina und ihren Freundinnen. Ein Dutzend Freundinnen nehmen sie eines Tages beiseite und fΓΌhren sie in ein Haus. Sie verlangen, dass sie sich entkleidet und ihnen das Siegel zeigt, das auf ihrem KΓΆrper angebracht wurde, als sie Christin wurde. Jorina versteht kein Wort! Aber niemand will ihr glauben, als sie behauptet, dass sie kein Siegel auf ihren KΓΆrper bekommen hat. Ihre Β»FreundinnenΒ« sind vehement und zwingen sie, sich vollstΓ€ndig auszuziehen.
Jorina geht beschΓ€mt und traumatisiert von diesem Γbergriff und der Verletzung ihres SchamgefΓΌhls nach Hause. Sie wagt es nicht, mit jemandem darΓΌber zu sprechen und kΓ€mpft innerlich darum, ein wenig Selbstachtung zu bewahren. Nach und nach findet sie die Kraft, mit ihren neuen Freundinnen in der Kirche darΓΌber zu sprechen. Sie nimmt sogar an einer von Open Doors angebotenen Schulung mit dem Namen Β»AnannaΒ«teil, was auf BengalischΒ»einzigartige FrauΒ« bedeutet. Gleichzeitig schenkt ihr Open Doors einen Brunnen, damit ihre Familie wieder sauberes Trinkwasser
hat.
Durch Β»AnannaΒ« erfΓ€hrt Jorina, welchen Wert sie in Gottes Augen hat und was Gott von ihr auf ihrem Weg als JΓΌngerin erwartet: auf Hass und Rache zu verzichten. Denn Jorina hΓ€tte ihrem Zorn freien Lauf lassen und mit Gewalt reagieren kΓΆnnen, aber sie entscheidet sich anders.
Β»Die grΓΆΓte VerΓ€nderung in meinem Leben, als ich Christin wurde, war zu lernen, alle Menschen zu lieben und ihnen zu vergeben.Β«
β Jorina
Nachdem ich Christus empfangen und die Evangelien gelesen habe, kann ich nun andere Menschen lieben und sie gut behandeln. Wir mΓΌssen dem Wort Gottes gehorchen.Β«
Heute leitet Jorina eine kleine Hauskirche, zu der etwa 20 Familien und viele Kinder gehΓΆren. Im Kinderprogramm mΓΆchte sie diese Werte der Liebe und Vergebung an die nΓ€chste Generation weitergeben. Nun ist es an ihr, anderen Frauen die Lehre des Ananna-Moduls zu vermitteln, um ihnen zu helfen, ihren Wert in Christus und den Weg der JΓΌngerschaft zu erkennen.
Β»Wenn wir sterben, dann soll es fΓΌr den Herrn sein; wenn wir leben, dann soll es zur Ehre des Herrn sein.Β«
Β»Gott kann durch uns wirkenΒ«, sagt sie abschlieΓend.