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Mit 16 verlieΓ Giang A Lau seinen abgelegenen Heimatort im Norden Vietnams und zog nach Ho-Chi-Minh-Stadt. Was als Suche nach Orientierung begann, wurde zu einer Glaubensreise, die ihn zurΓΌck in seine Heimat fΓΌhrte β nicht fΓΌr ein komfortables Leben, sondern um seinem Volk die Hoffnung Jesu zu bringen.
Im Alter von 16 Jahren zog Giang A Lau in den SΓΌden nach Ho-Chi-Minh-Stadt β ohne Plan, aber voller Neugier auf das, was die Zukunft fΓΌr ihn bereithielt. Dort lernte er Pastor Daniel* kennen, einen lokalen Partner von Open Doors, der ihm half, Jesus nΓ€herzukommen und im Glauben zu wachsen.
Γber die Jahre hinweg begleitete Pastor Daniel ihn auf seinem Weg mit Jesus und bezog ihn Schritt fΓΌr Schritt in die Gemeindearbeit ein. Er ermutigte Giang A Lau auΓerdem, an einer von Open Doors unterstΓΌtzten Schulung fΓΌr Jugendleiter teilzunehmen. Dort konnte er sein VerstΓ€ndnis der Bibel vertiefen und gewann geistliche Reife.
Nach acht Jahren diente Giang A Lau als Lobpreisleiter in seiner Gemeinde und ermutigte junge Hmong-GlΓ€ubige, in ihrer persΓΆnlichen Beziehung zu Jesus zu wachsen. Diese Zeit prΓ€gte ihn zu einem demΓΌtigen und mutigen Leiter mit dienendem Herzen.
SpΓ€ter erhielt er das Angebot, eine Stelle in einer Gemeinde in Ho-Chi-Minh-Stadt anzunehmen β mit finanzieller Sicherheit und besseren Ressourcen. Gerade mit Blick auf seine Familie wΓ€re das der einfachere Weg gewesen.
Doch auf ihn wartete eine andere Berufung.
WΓ€hrend eines Besuchs im Dorf seiner Eltern wuchs in Giang A Lau die Γberzeugung, dort zu bleiben und unter den ethnischen Minderheiten zu dienen, wo der Glaube an Jesus oft einen hohen Preis hat.
Β»Ich wollte meinem Volk die Hoffnung zurΓΌckbringen, die Gott uns schenktΒ«, sagt er.Β»Sie brauchten dieselbe Hoffnung, die mein Leben verΓ€ndert hat.Β« Er lehnte das Angebot in der Stadt ab und kehrte in seinen abgelegenen Heimatort zurΓΌck, wo er begann, Familien zu besuchen und junge Menschen im Glauben zu begleiten.
Im Jahr 2023 zogen Giang A Lau und seine Familie zurΓΌck in das Haus seines Vaters in einem kleinen Bergdorf. Er hoffte, dass die NΓ€he zur Familie dazu beitragen wΓΌrde, die Beziehungen zwischen ihnen wiederherzustellen.
Doch die Situation gestaltete sich schwierig. Sein Vater, der frΓΌher selbst glΓ€ubiger Christ gewesen war, war angesichts des starken sozialen Drucks zum traditionellen Glauben zurΓΌckgekehrt. In der eng verbundenen Hmong-Gemeinschaft ist die Bewahrung der Traditionen wichtig, und die Abkehr davon kann Schande und Ablehnung mit sich bringen.
Die Spannungen nahmen zu, und schlieΓlich war die Familie gezwungen, das Haus zu verlassen. Sie fanden Zuflucht bei seinen Schwiegereltern, die ebenfalls Christen sind. Β»Manchmal wissen wir nicht, was der morgige Tag bringen wird. Aber wir vertrauen auf GottΒ«, sagt Giang A Lau.
Sein Dienst spiegelt Pastor Daniels Vision wider, junge Leiter auszubilden, die in ihre eigenen Gemeinden zurΓΌckkehren, um dort zu dienen. Durch sein Vorbild werden junge Hmong-GlΓ€ubige ermutigt, sich wieder zum Gottesdienst und in Kleingruppen zu treffen.
Pastor Daniel sagt: Β»A Lau erinnert uns daran, wie dienende Leiterschaft aussieht. Er hΓ€tte sich fΓΌr ein komfortables Leben entscheiden kΓΆnnen, doch stattdessen entschied er sich fΓΌr seine Berufung.Β«
Auch heute noch leben Giang A Lau und seine Familie in Unsicherheit. Die Spannungen mit seinem Vater halten an, doch sein Glaube ist unerschΓΌtterlich.
Β»Wenn wir wegziehen mΓΌssen, werden wir trotzdem weiter dienenΒ«, sagt er.
Β»Die Kirche ist kein GebΓ€ude. Es sind die Menschen, die Gott und einander lieben.Β«
Er schΓΆpft oft Kraft aus der Geschichte von Josef, der trotz der Ablehnung durch seine eigene Familie treu blieb und darauf vertraute, dass Gott das Zerbrochene wiederherstellen wΓΌrde.
Open Doors prΓΌft derzeit die MΓΆglichkeit einer langfristigen UnterstΓΌtzung fΓΌr Giang A Lau und seine Familie, damit er seinen Dienst fortsetzen kann und gleichzeitig ihre GrundbedΓΌrfnisse gesichert sind.
Sein Leben erinnert uns daran, dass Glaube nicht an Wohlbefinden gemessen wird, sondern an Ausdauer β und dass Gott oft durch junge und bescheidene Menschen wirkt, um Licht an schwierige Orte zu bringen.