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Wenn in Subsahara-Afrika ein Christ getΓΆtet wird, geraten eine ganze Gemeinschaft und ihr Glaube ins Wanken β mit oft unsichtbaren menschlichen und geistlichen Folgen.
Im vergangenen Jahr wurden weltweit 4849 Christen wegen ihres Glaubens getΓΆtet β allein 3490 davon in Nigeria. Das Land bleibt damit das weltweite Epizentrum tΓΆdlicher Gewalt gegen Christen. Auch Burkina Faso ist stark betroffen: Dort sind ehemals friedliche christliche Gemeinschaften in einen Kreislauf von Angriffen geraten.
Wenn ein Christ getΓΆtet wird, ist das niemals ein Einzelfall. MΓ€nner und Jungen sind oft die ersten, die ins Visier genommen werden: Ihr Tod beraubt die Familien ihres BeschΓΌtzers und Versorgers und die Kirche ihrer zukΓΌnftigen Leiter. In Burkina Faso wurden 27 MΓ€nner in ein und demselben Dorf erschossen, wodurch Dutzende Witwen mittellos zurΓΌckblieben.
Β»Der Plan war, den Gottesdienst zu stΓΆren und die Christen in ihrem Glauben zu entmutigenΒ«
β berichtet MichΓ©e, ein junger Pastor aus Burkina Faso, dessen Dorf in Brand gesteckt wurde.
ZerstΓΆrte HΓ€user, gestohlenes Eigentum: Zum physischen Trauma kommt eine wohlΓΌberlegte Strategie hinzu, die darauf abzielt, ganze Gemeinschaften zu zerschlagen, bis hin zu ihrem Glauben.
Abgesehen von den materiellen Verlusten gerΓ€t auch das geistliche Leben der Γberlebenden ins Wanken. Viele durchleben eine Phase intensiver Zweifel, wie Asabe und Pastor Josiah. Beide stehen vor der Frage: Β»Warum, Herr? Β«, nachdem sie miterleben mussten, wie ihre AngehΓΆrigen vor ihren Augen getΓΆtet wurden. Ohne angemessene Begleitung schwΓ€cht dieser Schmerz die Beziehung zu Gott und die FΓ€higkeit der Opfer, ihren Auftrag fortzusetzen, langfristig. Pastor Bandiba, der bei einem Angriff auf sein Dorf selbst zum Ziel wurde, berichtet, dass er daraufhin in eine Depression verfiel:
Β»Es fiel mir schwer, zu vergeben β¦ Wenn du nicht selbst Heilung erfahren hast, kannst du niemand anderem helfen.Β«
Diese Erkenntnis offenbart ein ernstes Risiko fΓΌr die Zukunft der Kirche vor Ort: Ohne Heilung erschΓΆpfen sich die geistlichen Verantwortlichen β oft Frauen, die den Gottesdienst gestalten und die Gemeinschaft unterstΓΌtzen. Sie werden an den Rand gedrΓ€ngt, und die Kirche verliert ihre FΓ€higkeit, Zeugnis zu geben.
Angesichts dieser Situation bieten Open Doors und seine lokalen Partner umfassende UnterstΓΌtzung an: Traumabegleitung, Nothilfe, UnterstΓΌtzung fΓΌr Witwen und berufliche Ausbildung. Diese Arbeit hilft Pastoren wie Josiah, Bandiba und MichΓ©e sowie Γberlebenden wie Asabe, den Weg zu Vergebung und einem Neuanfang zu finden β und ihrerseits andere Γberlebende zu unterstΓΌtzen. Β»Jetzt bin ich geheilt und helfe anderenΒ«, fasst Bandiba zusammen.