
3 Minuten Lesezeit
Nach dem verheerenden Erdbeben in Myanmar kΓ€mpfen unzΓ€hlige Menschen mit den Folgen der Katastrophe. Trotz der schwierigen Lage und blockierter Hilfslieferungen setzen lokale Partner alles daran, um den betroffenen Christen mit lebenswichtigen HilfsgΓΌtern und Gebet beizustehen.
Fast zwei Wochen nach dem verheerenden Erdbeben ist Myanmar noch immer von den Auswirkungen betroffen, und es gibt keine Anzeichen dafΓΌr, dass schnell wieder NormalitΓ€t einkehrt. Durch die ZerstΓΆrung infolge des Erdbebens sind viele Menschen obdachlos, verletzt und in tiefer Trauer. Der Mangel an grundlegenden GΓΌtern wie Nahrung, Wasser und medizinischer Versorgung hat die Situation noch verschlimmert. Viele LΓ€nder, internationale Einrichtungen und unabhΓ€ngige Organisationen bemΓΌhen sich, den betroffenen Bewohnern von Myanmar HilfsgΓΌter zur VerfΓΌgung zu stellen.
Trotz der aktuellen Lage im Land greift das MilitΓ€r laut Medienberichten weiterhin die betroffenen Gebiete im Magwe-Distrikt an. Es hat den von der Schattenregierung der Nationalen Einheit vorgeschlagenen einseitigen Waffenstillstand abgelehnt. Im Bundesstaat Chin dauern die Luftangriffe an, und Berichten zufolge hat das MilitΓ€r sogar einen chinesischen Hilfskonvoi fΓΌr die Erdbebenopfer beschossen.
DarΓΌber hinaus sind Meldungen aufgetaucht, wonach die Polizei und bewaffnete Gruppen HilfsgΓΌter, die fΓΌr die Erdbebenopfer in Sagaing bestimmt waren, gewaltsam beschlagnahmt haben. Dies hat die Angst und das Misstrauen in der BevΓΆlkerung, von der viele bereits mit psychischen Problemen und Traumata zu kΓ€mpfen haben, weiter verstΓ€rkt.
Lokalen Nachrichten zufolge sagte der Vizechef der Junta, Soe Win, am Samstag, dass Hilfsteams in Myanmar nicht eigenstΓ€ndig agieren dΓΌrfen, sondern eine vorherige Genehmigung benΓΆtigen, die nur erteilt wird, wenn sie mit den BehΓΆrden zusammenarbeiten. Bei einer Versammlung des Regimes warnte er auΓerdem die MinisterprΓ€sidenten der Regionen und Bundesstaaten davor, Hilfsteams und NGOs in ihre jeweiligen Gebiete einzulassen, wenn diese nicht mit den ΓΆrtlichen Hilfs- und Rettungsteams zusammenarbeiten. Soe Win sagte, dass Katastrophenhilfeteams aus 26 LΓ€ndern gemeinsam mit Hilfsgruppen aus Myanmar arbeiten.
Nach Angaben unserer lokalen Partner ist es aufgrund der Situation vor Ort Γ€uΓerst schwierig, die betroffenen Christen mit HilfsgΓΌtern zu erreichen.
Eine GlΓ€ubige aus der Region, Mary*, berichtet: Β»Jetzt mΓΌssen alle Hilfsorganisationen offizielle Schreiben der Landesregierung anfordern, was sehr schwierig ist. Von Yangon bis Mandalay werden alle Hilfsfahrzeuge kontrolliert und festgehalten. Es ist sehr schwer, die bedΓΌrftigen Christen zu erreichen.Β«
Unerwartete RegenfΓ€lle in einigen Teilen des Landes erschweren die HilfsmaΓnahmen weiter. Mit den RegenfΓ€llen steigt das Risiko der Krankheitsverbreitung, da viele Obdachlose in Zelten Schutz suchen.
Das Erdbeben hat viele StraΓen und Durchfahrten beschΓ€digt. Das ist eine weitere Herausforderung fΓΌr die lokalen Partner, die HilfsgΓΌter zu den am stΓ€rksten betroffenen Gebieten zu transportieren.
Ungeachtet der bestehenden lebensbedrohlichen Risiken wie der Ausbreitung von Krankheiten und der schwer beschΓ€digten Infrastruktur im Land sind unsere Partner engagiert und werden einen Weg finden, die Betroffenen mit der notwendigen Hilfe und Gebeten zu erreichen.
Lin*, eine schwangere Christin, war durch das Erdbeben psychisch so stark belastet, dass sie sich kΓΆrperlich unwohl fΓΌhlte. Sie und ihr Ehemann, Pastor Noah*, machten sich Sorgen um das Baby. Lin drΓΌckt ihre Dankbarkeit fΓΌr die Gebete aus. Β»Euer Besuch und euer Gebet ermutigen mich. Der Arzt hat mir gesagt, dass mein Kind gesund ist. Vielen Dank!Β«Lin und Pastor Noah* nahmen vor einigen Monaten an der Schulung zum ThemaΒ»Familie und EheΒ« teil.
Bitte beten Sie weiterhin fΓΌr Myanmar!