Myanmar

Triebkräfte der Verfolgung

Wie sieht Verfolgung in Myanmar aus?
Seit dem Militärputsch im Februar 2021 herrscht im Land Bürgerkrieg zwischen der Militärjunta und mehreren bewaffneten oppositionellen ethnischen Gruppen. Die humanitäre Krise (3,5 Millionen Binnenvertriebene) wurde durch das Erdbeben im März 2025 noch verschärft.
Was erleben Christen?
- Die Armee bombardiert Kirchen und tötet christliche Zivilisten, insbesondere in den Bundesstaaten Chin, Kayah, Kachin, Karen, Rakhine und Shan. Viele Christen sind auf der Flucht und leiden unter Hunger und Mangel an medizinischer Versorgung.
- Nicht-buddhistische Religionen werden als Bedrohung für die nationale Einheit angesehen. Christen, deren Religionszugehörigkeit in ihren Ausweispapieren vermerkt ist, werden diskriminiert und manchmal vom Zugang zu kommunalen Ressourcen ausgeschlossen oder zur Teilnahme an buddhistischen Ritualen gezwungen.
- Christen mit buddhistischem Hintergrund werden von ihrem Umfeld und nationalistischen Gruppen wie Ma Ba Tha verfolgt.
Was sind die jüngsten Beispiele von Verfolgung?
- 14. August 2025 – In der Region Sagaing werden 40 Christen auf dem Weg zu ihrer Kirche vom Militär festgenommen. Was anschließend mit ihnen geschehen ist, ist unbekannt.
- 18. März 2025 – Nammye Hkun Jaw Li, Baptistenpastor, wird in seinem Geschäft in Mogaung im Bundesstaat Kachin ermordet.
- 14. Februar 2025 – Der Priester Donald Martin Ye Naing Win wird brutal ermordet, während er in Kangyitaw (Sagain) seinen kirchlichen Aufgaben nachgeht.
Treffen Sie Pastor Yang
Der Grund, warum wir inmitten von Verfolgung und Not standhaft bleiben, ist die Schulung zum Umgang mit Verfolgung, die wir erhalten haben.
Wer ist von Verfolgung am stärksten betroffen?
Christen in Chin, Kachin, Shan, Kayah und Sagaing sind angesichts der sich verschärfenden Gewalt, Vertreibung und gezielten Angriffen besonders gefährdet. Junge Christen aus armen Verhältnissen, die buddhistische Schulen besuchen müssen, sind ebenfalls gefährdet.
Wie hilft Open Doors Christen in Myanmar?
Die Partner von Open Doors stärken verfolgte Christen in Myanmar durch die Verteilung von Literatur, Schulungen zum Umgang mit Verfolgung, Besuchsdienst und Unterstützung bei der Existenzsicherung.

Gebet für
Myanmar
- Das verheerende Erdbeben von 2025 forderte mehr als 3600 Todesopfer und machte Hunderttausende Menschen obdachlos – darunter auch Christen. Bitte beten Sie für diese Gläubigen – und alle Menschen in Myanmar –, die gerade dabei sind, ihr Leben wieder aufzubauen.
- Christen werden von der regierenden Militärjunta gezielt verfolgt und diskriminiert. Beten Sie für eine Sinnesänderung der Regierung.
- Bitten Sie Gott, die Kirchenleiter und Evangelisten in Myanmar zu beschützen, die ihr Leben riskieren, um Christen in abgelegenen Gebieten Gottes Wort zu verkünden und sie in der Jüngerschaft zu schulen.