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Rice terraces in northern Laos

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Laos: Vier Christen mit Stammeshintergrund inhaftiert

Lajor, Kavia, Jane und Nacha wurden wΓ€hrend eines Gottesdienstes festgenommen und befinden sich seit dem 6. Oktober im GefΓ€ngnis.

Sie heißen nicht MatthÀus, Markus, Lukas und Johannes, aber sie haben ihre Region in Laos von Jesus erzÀhlt und sitzen dafür seit mehreren Monaten im GefÀngnis. Sie werden Lajor, Kavia, Jane und Nacha genannt und wurden alle vier am Sonntag, dem 6. Oktober 2024, wÀhrend eines Gottesdienstes festgenommen.

Sie leben in einer lΓ€ndlichen Gegend im Norden von Laos und gehΓΆren zum Stamm der Lahu, einer Minderheit, die die Ahnenverehrung praktiziert. Mit viel Mut verkΓΌndeten Lajor, Kavia, Jane und Nacha ihren Verwandten und Nachbarn das Evangelium. Folglich kamen mehrere Menschen zum Glauben an Jesus und es entstand eine erste Hauskirche mit 19 Mitgliedern.

FΓΌnfzehn Konversionen

Die Nachbarn beschwerten sich umgehend bei den BehΓΆrden, die zwei Wochen spΓ€ter, am 6. Oktober, mitten im Gottesdienst eingriffen. Die vier Verantwortlichen wurden festgenommen und ins GefΓ€ngnis geworfen, wo sie bis heute festgehalten werden. Laut einem Zeugen unterbrachen die Polizisten den Gottesdienst lautstark und schrien:

Β»Wir haben euch gewarnt! Wir haben euch verboten, euren Glauben hier zu praktizieren!Β«

Abgesehen davon, dass die Verantwortlichen inhaftiert wurden, ΓΌberwachen die BehΓΆrden nun auch die anderen 15 Mitglieder der Hauskirche streng. Trotz der Angst und der Drohungen gelingt es den neuen GlΓ€ubigen, ihre Gemeinschaft auf unauffΓ€llige Weise aufrecht zu erhalten.

Landwirtschaftliche Arbeit

Doch die Erntesaison hat bereits begonnen und ohne Lajor, Kavia, Jane und Nacha, die auf den Reisfeldern arbeiten, ist das Einkommen ihrer Familien und Verwandten stark gefΓ€hrdet. Deshalb hat Pachan*, ein Partner von Open Doors vor Ort, Kontakt zu den Familien aufgenommen und versucht, LΓΆsungen zu finden.

So war es mΓΆglich, die Familien mit Nahrungsmitteln und anderen lebensnotwendigen Dingen zu versorgen. Einige Christen vor Ort haben sich zusammengetan, um Geld und andere SachgΓΌter zu spenden. Die nachhaltigste LΓΆsung wΓ€re jedoch, wenn Lajor, Kavia, Jane und Nacha freigelassen wΓΌrden und ihre Arbeit in der Landwirtschaft wieder aufnehmen kΓΆnnten.

Das Schweigen der Polizei

Leider hat Pachan diesbezΓΌglich keine guten Nachrichten: Β»Bisher ist nicht bekannt, wann sie freigelassen werden. Die Polizei schweigt dazu. Sie weigert sich, ΓΌber diesen Fall zu sprechen. Das ist ein ernstes Problem, das die Herausforderungen verdeutlicht, mit denen Christen mit Stammeshintergrund konfrontiert sind, wenn sie ihren Glauben leben wollen.Β«

Pachan bittet darum, fΓΌr die Freilassung von Lajor, Kavia, Jane und Nacha zu beten, damit sie Β»nach Hause zurΓΌckkehren und mit ihrer Gemeinde wieder unseren Herrn Jesus Christus anbeten kΓΆnnenΒ«.

* Name geΓ€ndert

Beispielbild - Ein Γ€lterer Mann trΓ€gt einen Korb in seiner traditionellen Stammeskleidung.