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FΓΌr Samstag, den 20. Juni 2026, ist im Bezirk Narayanpur im Bundesstaat Chhattisgarh eine groΓe Kundgebung gegen erzwungene Religionswechsel geplant. In der Vergangenheit kam es bei solchen AnlΓ€ssen hΓ€ufig zu gewaltsamen Ausschreitungen gegen Christen. Unsere Partner in Indien bitten um Gebet fΓΌr Frieden und gegen Gewalt!
Mitglieder von Β»Sarva SamaajΒ« (eine bedeutende Organisation, die Stammesgemeinschaften vertritt) haben diese Kundgebung als Reaktion auf VorwΓΌrfe geplant, wonach erzwungene Religionswechsel stattfinden und AuΓenstehende in ihre DΓΆrfer eindringen, um fremde Religionen, insbesondere das Christentum, zu verbreiten.
Die Mitglieder des Komitees gaben an, Beschwerden erhalten zu haben, wonach AngehΓΆrige anderer Glaubensrichtungen (Christen und andere religiΓΆse Minderheiten) unschuldige Dorfbewohner beeinflussen und sie dazu verleiten, eine fremde Religion anzunehmen, wodurch sie von ihren traditionellen und stammesbezogenen Glaubensvorstellungen abgebracht werden.
Eine schriftliche Beschwerde wurde bei der ΓΆrtlichen Dorfpolizeistation eingereicht, doch es wurden keine MaΓnahmen ergriffen; daher wurde einstimmig beschlossen, dem zustΓ€ndigen Polizeibeamten ein weiteres Memorandum zu ΓΌberreichen, in dem rasches Handeln in dieser Angelegenheit gefordert wird.
SchlieΓlich beschlossen die Mitglieder des Komitees, dass, sollten keine MaΓnahmen aufgrund ihrer Beschwerde ergriffen werden, am 20. Juni 2026 in Narayanpur eine GroΓkundgebung sowie ein Programm zur Sensibilisierung der Γffentlichkeit organisiert werden sollen. Das Komitee hat zudem zu einer vollstΓ€ndigen Stilllegung des ΓΆffentlichen Lebens im Bezirk an diesem Tag aufgerufen. Es wird eine groΓe Versammlung von Vertretern verschiedener Gemeinschaften, sozialer Organisationen und DΓΆrfer erwartet.
Mit dieser Kundgebung wollen die Demonstranten ihre Stimme fΓΌr soziale Harmonie und den Schutz ihrer traditionellen Stammeskultur erheben und der Regierung ihre Anliegen darlegen, wobei sie sich im Rahmen der gesetzlichen Grenzen bewegen wollen. Die Redner betonten, dass der Protest friedlich verlaufen und die Einheit aller Gemeinschaften fΓΆrdern werde.
Dhruv Baiga*, ein lokaler Partner von Open Doors, berichtet: Β»In Chhattisgarh herrschen christenfeindliche AktivitΓ€ten, und das Klima fΓΌr die Christen ist ungΓΌnstig. Es gibt anhaltenden Hass, Proteste und Drohungen zur RΓΌckbekehrung, ein geΓ€ndertes Anti-Bekehrungsgesetz, kΓΆrperliche Angriffe auf Pastoren sowie eine strenge Γberwachung christlicher Organisationen und Einrichtungen.
Da eine weitere groΓe Kundgebung geplant ist, verschlechtert sich die Lage fΓΌr die christliche Gemeinschaft in Chhattisgarh zunehmend und wird immer kritischer.Β«
β erklΓ€rt Dhruv, lokaler Partner von Open Doors
Dhruv appelliert: Β»Die Landes- und die Zentralregierung sollten eingreifen, die Lage einschΓ€tzen und sich fΓΌr Frieden und Harmonie zwischen allen Religionen einsetzen, da solche Kundgebungen in der Vergangenheit bereits Christen ins Visier genommen und Gewalt geschΓΌrt haben. Sie sollten es den Menschen ermΓΆglichen, ihre Religionsfreiheit und ihr Recht auf ReligionsausΓΌbung wahrzunehmen und einen sicheren Ort fΓΌr den Gottesdienst zu haben. Ich bitte auch die weltweite Kirche, das Bewusstsein fΓΌr diese Situation zu schΓ€rfen und um Gottes Kraft und Trost fΓΌr alle Christen in Chhattisgarh zu beten.Β«
*Name aus SicherheitsgrΓΌnden geΓ€ndertΒ Bild: GroΓkundgebung von Stammesgemeinschaften in Neu-Delhi im Mai 2026