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In a Kuki area, the participants of the Persecution Preparedness seminar, began the session with songs and worship.

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Indien: Betreten auf eigene Gefahr

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Neue Vorschriften verdeutlichen die zunehmende Gefahr, der AnhΓ€nger Jesu in Teilen Indiens ausgesetzt sind.

In Indien stehen Christen zunehmend unter Druck. In mittlerweile 13 indischen Bundesstaaten gibt es Anti-Konversionsgesetze , was die Evangelisation erheblich erschwert. Kirchenleiter werden der Missionierung beschuldigt, was wiederum zu rechtlichen Problemen fΓΌhrt.

Die strengen Gesetze gegen Bekehrungen verΓ€ndern die Arbeit der Kirchen und die Gottesdienste der Christen im Land. Dahinter steht die reale Angst vor Ausschreitungen extremistischer hindu-nationalistischer Gruppen.

Nun zeigen zwei beunruhigende VorfΓ€lle, inwieweit diese Vorschriften das kirchliche Leben bedroht und die Religionsfreiheit im bevΓΆlkerungsreichsten Land der Welt beschneidet.

In Chhattisgarh, einem Bundesstaat in Zentralindien, haben mehr als zehn Kirchen in einem Bezirk Hinweisschilder angebracht, auf denen Besucher darauf hingewiesen werden, dass sie das KirchengelΓ€nde auf eigene Gefahr betreten.

Die AushΓ€nge enthalten eine unmissverstΓ€ndliche Botschaft:

Β»Nur Christen dΓΌrfen die Kirche zum Gebet betreten. Wenn andere aus freiem Willen kommen, werden sie fΓΌr ihre Entscheidung zur Verantwortung gezogen.Β«

β€” Schild an Kirchen in indien

Kirchenvertreter erklÀrten, die Hinweisschilder seien in erster Linie als Vorsichtsmaßnahme angebracht worden, um Maßnahmen im Rahmen des Gesetzes über die Religionsfreiheit von Chhattisgarh aus dem Jahr 2026 zu vermeiden.

Die Bekanntmachungen folgten unmittelbar auf die Einreichung von mehr als 1.000 SelbsterklΓ€rungsformularen bei der Bezirksverwaltung durch Nichtchristen, in denen diese angaben, Kirchen freiwillig zu besuchen. Die Formulare enthalten Angaben zum Antragsteller und zur Kirche und verlangen von den Antragstellern die ErklΓ€rung, dass sie keiner unzulΓ€ssigen Beeinflussung, Drohung, Gewalt, TΓ€uschung oder Verleitung ausgesetzt waren und dass ihnen kein Fall einer Zwangskonvertierung bekannt ist.

Diese Formulare werden auch in Maharashtra verwendet, einem Bundesstaat in Zentralindien. Dort wurde Ende August ein Gesetz gegen Bekehrungen in Kraft gesetzt, das lokale Pastoren ebenfalls zu einem radikalen Schritt veranlasst hat: Sie bitten die Gottesdienstbesucher, ein Formular zur Β»SelbsterklΓ€rungΒ« auszufΓΌllen, in dem sie bestΓ€tigen, dass sie aus freiem Willen an den Gebetstreffen teilnehmen.

Γ„hnlich wie die Formulare im Bundesstaat Chhattisgarh besagen diese Β»SelbsterklΓ€rungsformulareΒ«, dass die GlΓ€ubigen aus eigener Β»EntscheidungΒ« an Gebetsversammlungen teilnehmen und dass sie keinerlei Β»Druck, Verleitung, Versuchung, Anreiz oder Drohung jeglicher ArtΒ« ausgesetzt sind. Weiter heißt es darin, dass ihre Entscheidung, den Gottesdienst zu besuchen, Β»vΓΆllig persΓΆnlich, freiwillig und unabhΓ€ngigΒ« sei. Das Formular verlangt von den GlΓ€ubigen zudem die Vorlage von Ausweisdokumenten und Fotos, was ihre Teilnahme an kirchlichen AktivitΓ€ten um eine weitere Dokumentationsstufe ergΓ€nzt.

Pastoren und Vertreter der Kirche erklΓ€ren, die ErklΓ€rungen sollen verdeutlichen, dass die Teilnahme an Gebetstreffen und Gottesdiensten freiwillig ist und nicht auf Zwang oder Verleitung beruht.

Beide neuen Maßnahmen unterstreichen jedoch die wachsende Besorgnis unter christlichen Gemeinden darüber, wie sich neue gesetzliche Bestimmungen auf ihre religiâsen AktivitÀten und den Umgang mit den GlÀubigen auswirken kânnten. Das Anbringen eines Schildes oder die Aufforderung an KirchgÀnger, ein Formular zu unterschreiben, sind beunruhigende Anzeichen für die schwindende Religionsfreiheit in Indien.

Β»Christliche Leiter und GlΓ€ubige sind aufgrund dieser Berichte ΓΌber die Freiheit und Sicherheit des christlichen Gottesdienstes besorgtΒ«, berichtet Priya Sharma*, eine lokale Partnerin von Open Doors.

Β»Wir bitten um Gebet fΓΌr die Kirche in Indien, damit sie Schutz, Mut, Weisheit, Gerechtigkeit und Frieden erlangt, und fΓΌr die Freiheit jedes Einzelnen, seinen Glauben ohne Angst auszuΓΌben.Β«

*Name aus SicherheitsgrΓΌnden geΓ€ndert

Bitte beten Sie fΓΌr Christen in Indien!

  • Beten Sie fΓΌr die Sicherheit von Christen, Pastoren, Familien und GotteshΓ€usern, die Bedrohungen oder Feindseligkeiten ausgesetzt sind.
  • Bitte beten Sie dafΓΌr, dass Christen sich versammeln und ihren Glauben friedlich und ohne Angst ausΓΌben kΓΆnnen. Beten Sie auch fΓΌr neue GlΓ€ubige oder Suchende, die am Gottesdienst teilnehmen mΓΆchten, aber durch Gesetze gegen Bekehrungen daran gehindert (oder eingeschΓΌchtert) werden.
  • Beten Sie fΓΌr GlΓ€ubige, die EinschΓΌchterung, Druck oder Unsicherheit erleben.
  • Bitte beten Sie dafΓΌr, dass Pastoren, Gemeindeleiter, Regierungsvertreter und StrafverfolgungsbehΓΆrden mit Weisheit und Fairness handeln.
  • Beten Sie dafΓΌr, dass die VorwΓΌrfe tatsΓ€chlich untersucht werden, dass Fehlverhalten geahndet wird und dass unschuldige Menschen geschΓΌtzt werden.
  • Beten Sie fΓΌr Frieden zwischen den Gemeinschaften in Indien und fΓΌr ein Ende der Feindseligkeiten, der Gewalt und der religiΓΆsen Spannungen.