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Seit die Taliban im August 2021 wieder an die Macht kamen, haben Zehntausende Afghanen das Land verlassen. Und mehr als 700.000 Menschen sind heute Binnenvertriebene im Land selbst. Einige Christen haben sich bewusst dafΓΌr entschieden, zu bleiben. Andere, wie Zabi, sind geflohen.
Zabi ist eine heimliche Christin, die Afghanistan verlassen musste, als die Taliban kamen. Heute lebt sie mit ihrer Mutter in einem Nachbarland. Sie hat keinen Zugang zu ihren Ersparnissen; sie liegen auf ihrem gesperrten Bankkonto in Afghanistan. Open Doors hilft ihr, Lebensmittel und Kleidung zu kaufen und die Miete fΓΌr ihre kleine Wohnung zu bezahlen.
Ihre Situation ist prekΓ€r und ihr Visum lΓ€uft bald ab. Sie befΓΌrchtet das Schlimmste. Erstens, weil sie Christin ist, und zweitens, weil sie fΓΌr eine internationale Organisation arbeitete, die sich fΓΌr Menschenrechte einsetzt. Jeden Tag steht sie mit demselben Gedanken auf: ΓΌberleben. Sie erklΓ€rt: Β»Unsere Lage ist verzweifelt. Ich bete, dass ich dieses Land verlassen und an einen sicheren Ort gehen kann. Vielleicht muss ich untertauchen oder ich werde nach Afghanistan zurΓΌckgeschoben. In diesem Fall kΓΆnnte ich umgebracht werden.Β«
Einer unserer Partner, der in einem Nachbarland von Afghanistan lebt, meint zu Zabis Situation: Β»Sie ist so dankbar fΓΌr unsere Hilfe, aber gleichzeitig steht sie noch unter Schock.Β« Es fΓ€llt ihr schwer, in Worte zu fassen, was sie erlebt hat und was sie empfindet. Wir mΓΌssen einfach an ihrer Seite stehen und ihr so gut wie mΓΆglich helfen. Und wir beten, dass Gott ihr eine TΓΌr ΓΆffnet, damit sie und ihre Mutter in Sicherheit leben kΓΆnnen.Β«
Unser Partner beschreibt die allgemeine Situation an der Grenze weiter: Β»Jeden Tag ΓΌberqueren Afghanen den Fluss und verstecken sich in den Feldern und im Schilf.Β«Er sagt:Β»Wenn die GrenzwΓ€chter sie finden, werden sie zurΓΌckgeschickt. Ich weiΓ, dass es in vielen StΓ€dten afghanische FlΓΌchtlinge gibt, aber wie sie es bis hierher geschafft haben, ist mir unbekannt. Sie leben versteckt, damit die Polizei sie nicht findet.Β«
Unter diesen FlΓΌchtlingen befinden sich auch afghanische Christen. Ob sie im Ausland leben oder sich noch in Afghanistan befinden, sie sind zu einem Leben im Untergrund verurteilt.
Am 19. JΓ€nner 2022 ist der neue Weltverfolgungsindex erschienen. Zum ersten Mal seit 20 Jahren steht nicht Nordkorea an der Spitze der 50 LΓ€nder, in denen Christen am stΓ€rksten verfolgt werden, sondern Afghanistan. Hier finden Sie alle Informationen zu dieser Rangliste.
* Name geΓ€ndert
Hier kΓΆnnen Sie Zabis Geschichte ansehen (Video in englischer Sprache):