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Am 9. und 10. Juni wurde das Dorf Sobane Da, ein ΓΌberwiegend katholisches Dorf, in Mali angegriffen. Es gibt etwa hundert Tote, darunter mindestens 24 Kinder. Laut RFI sind alle Opfer Katholiken.
Etwa fΓΌnfzig bewaffnete MΓ€nner griffen das Dorf an. Die Angreifer stehen im Verdacht, zur Volksgruppe der Peule zu gehΓΆren, wΓ€hrend das angegriffene Dorf von Dogonen bewohnt wird.
Das Dorf Sobane Da liegt im Zentrum Malis, in der NΓ€he der Stadt Sanga in der Region Mopti.
Al-Kaida und IS
Die anhaltende PrΓ€senz islamistischer Gruppen in der Region (Al-Kaida und der Islamische Staat IS) sowie die UnfΓ€higkeit des malischen Staates, die BevΓΆlkerung zu schΓΌtzen, haben die Einwohner dazu veranlasst, Selbstverteidigungsmilizen zu auszubilden.
DarΓΌber hinaus werden die Fulani β die bereits in Nigeria hart gegen Christen vorgehen β von den Dogonen beschuldigt, Verbindungen zu Dschihadisten zu haben. Interethnische Gewalt ist daher in der Region hΓ€ufig geworden.
Β«Beginn des KalifatsΒ»
FranzΓΆsische StreitkrΓ€fte griffen 2013 in Mali ein, um einen dschihadistischen VorstoΓ in den Norden abzuwehren, doch diese zentrale Region ist zu einem Zufluchtsort fΓΌr Terroristen geworden. Der malische Intellektuelle Adam Thiam spricht sogar ΓΌber den Beginn des Kalifats in der Region.