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In Bangladesch war eine erhebliche Zahl von Christen vom Zyklon Amphan betroffen β da diese nun von staatlicher Hilfe teilweise systematisch ausgeschlossen werden.
Mit WindbΓΆen von 150 Kilometern pro Stunde sowie riesigen Meereswellen wurden viele KΓΌstendΓΆrfer verwΓΌstet. Der Wirbelsturm Amphan verwΓΌstete und ΓΌberschwemmte am 21. Mai neun Distrikte in Bangladesch. Zehn Millionen Menschen waren stark betroffen, 500.000 von ihnen verloren ihr Zuhause.
Auch eine groΓe Zahl von Christen war von dem Zyklon betroffen, ihre HΓ€user wurden zerstΓΆrt und ihre Felder vernichtet. Priti Biswas (alle Namen geΓ€ndert) lebt in Bangladesch. Sie ist eine Alphabetisierungslehrerin fΓΌr Erwachsene. Β«Viele unserer Lernenden haben ihr Zuhause verlorenΒ», sagt sie. Β«Die DΓ€cher sind wegen des starken Windes weggeweht. Wir besuchen jede dieser Familien und beten fΓΌr sie.Β»
Ein anderer Lehrer der gleichen Schule, Saidul, fΓΌgt hinzu: Β«Unsere Situation ist die gleiche wie die unserer SchΓΌler. Die meisten unserer HΓ€user sind zerstΓΆrt und BΓ€ume entwurzelt worden. Einer meiner Freunde wurde von einem Ast getΓΆtet, der auf ihn fiel. Wir mΓΌssen unsere HΓ€user reparieren, aber wir brauchen auch Nahrungsmittel. Wir ermutigen uns gegenseitig, da wir uns in der gleichen Situation befinden.Β»
Β«WΓ€hrend des Sturms haben wir gebetet.Β»
Mariam Akhter, eine weitere Alphabetisierungslehrerin, fΓ€hrt fort: Β«Unsere HΓ€user sind aus Bambus und Holz gebaut. Die DΓ€cher sind sehr dΓΌnn. Fast alle HΓ€user sind zerstΓΆrt und die DΓ€cher sind weg. Die meisten unserer Felder, BauernhΓΆfe und BΓ€ume sind beschΓ€digt. WΓ€hrend des Sturms war ich zu Hause bei meiner Familie und wir haben gebetet. Durch die Gnade Gottes wurde unser Haus im Gegensatz zu anderen HΓ€usern in der Umgebung nicht stark beschΓ€digt.Β» Und sie erinnert sich: Β«WΓ€hrend wir beteten, erinnerte ich mich an MatthΓ€us 8,23-27, als Jesus den Sturm besΓ€nftigte.Β»
Der Premierminister von Bangladesch hat die lokalen BehΓΆrden angewiesen, rasch zu handeln, um den vom Wirbelsturm betroffenen Menschen Soforthilfe zu leisten und Materialien fΓΌr den Wiederaufbau der zerstΓΆrten HΓ€user zu beschaffen.
Christen erhalten keine staatliche Hilfe
Leider stellt Open Doors vor Ort fest, dass den Christen nicht geholfen wird. Einer unserer Partner vor Ort erklΓ€rt: Β«Regierungen helfen vielen Menschen, aber wenn man vor Ort ist, stellt man fest, dass viele Christen, vor allem ehemalige Muslime oder Buddhisten, von der Hilfe nicht profitieren kΓΆnnen, weil die Dorfvorsteher sagen: βDu bist Christ geworden, also erhΓ€ltst du diese UnterstΓΌtzung nichtβ.Β» Γber lokale Partner leisten wir Nothilfe fΓΌr mehr als 1500 verfolgte christliche Familien, die von dem Zyklon betroffen sind.
Der Wiederaufbau kann jedoch aufgrund der anhaltend starken Winde und RegenfΓ€lle nicht sofort beginnen. Die Menschen sind immer noch in Zentren zusammengepfercht, die fΓΌr diese schlechten Wetterbedingungen eingerichtet wurden. Obwohl sie vor der Naturkatastrophe sicher sind, sind sie in diesen ΓΌberfΓΌllten Einrichtungen nicht sicher vor Covid-19. In Bangladesch gibt es tΓ€glich durchschnittlich 1500 neue FΓ€lle von Covid-19, und die Situation dΓΌrfte sich eher noch verschlimmern.